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| Die
SPD Dreieich dankt allen Wählern und Wählerinnen
für ihre Unterstützung bei der Kommunalwahl
am 27. März 2011. |
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Druckversion
Finanzen
Fast alle Städte und Gemeinden haben finanzielle
Probleme. Die Stadt Dreieich leidet noch immer in besonderem
Umfang unter den Folgen der verfehlten Finanzpolitik
der CDU-geführten Mehrheiten in der zweiten Hälfte
der 1990er Jahre. Wir haben daher in der letzten Wahlperiode
den neu gewählten Bürgermeister Dieter Zimmer
bei seinen Bemühungen um Haushaltskonsolidierung
massiv unterstützt. Dies war nicht immer einfach
zu vermitteln, aber es wurden auf dem Weg zur Haushaltskonsolidierung
durchaus deutliche Erfolge erzielt.
Wir mussten beispielsweise bereits in der letzten Wahlperiode
schweren Herzens der Kürzung von Vereinszuschüssen
und der Schließung von Verwaltungsaußenstellen
unsere Zustimmung geben. In der laufenden Wahlperiode
haben wir der Schließung des Bürgersaals
in Buchschlag und dem Verkauf des Geländes ebenso
zustimmen müssen wie dem Verkauf des Burghofs in
Dreieichenhain. Auch bei den Personalkosten wurde massiv
gespart. Die Zahl der hauptamtlichen Stadträte
wurde auf Initiative der SPD von zwei auf eine/-n reduziert.
Im Rathaus wurden Führungsstellen zusammengefasst
und insgesamt 45,5 Stellen eingespart. Es wurden keine
betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen; dies
soll auch in der nächsten Wahlperiode eingehalten
werden.
Neben der Wirtschafts- und Finanzkrise sind durch ständig
steigende Anforderungen von Bund und Land an die Städte
und Gemeinden wesentliche Teile der Dreieicher Sparbemühungen
leider wieder „aufgefressen“ worden. Es
erfolgt keine ausreichende finanzielle Ausstattung von
Bund und Land für von der Stadt zwingend zu erbringende
Leistungen. Bei den Kinderbetreuungskosten führt
das z.B. zu einer jährlichen Mehrbelastung von
rund 300.000 Euro, weil das Land Hessen gemachte Zusagen
nicht einhält. Auch deshalb hat die Stadt Dreieich
kaum noch finanziellen Spielraum.
Im Sinne der Generationengerechtigkeit ist es dennoch
weiter unumgänglich, an der Konsolidierung festzuhalten.
Dabei verfolgen wir folgende Ziele:
Am
Ende der Legislaturperiode (2016) soll Dreieich einen
ausgeglichenen Haushalt haben.
Die
Verkaufserlöse aus städtischem Vermögen
sind nur zur Schuldentilgung einzusetzen.
Die
Zusammenarbeit mit anderen Kommunen ist zu intensivieren.
Beispielsweise ist die Zusammenlegung von Ämtern
zu prüfen.
Eine
Unterstützung für stark verschuldete Städte
und Gemeinden wird bei Land und Bund eingefordert.
Die
Einnahme-Situation mit Hilfe innovativer Maßnahmen
(z.B. in den Bereichen Wirtschaftsförderung und
Geschäftsreiseverkehr) soll verbessert werden.
Die
freiwilligen Hilfen der Bürger/-innen z.B. durch
„Baumpatenschaften“ sind zu fördern.
Um unser Hauptziel – einen ausgeglichenen Haushalt
– zu erreichen, wird ein Paket von Sparmaßnahmen
nötig sein. Das werden wir unterstützen, solange
Augenmaß, Fairness und soziale Ausgewogenheit
den Maßstab für die Entscheidungsfindung
bilden.
Für uns gilt: „Keine Wahlversprechen,
die nicht finanzierbar sind.“
Wirtschaft
Eine gute Wirtschaftsstruktur mit einer breitgefächerten
Ansiedlungspolitik ist eine wichtige Grundlage für
den kommunalen Handlungsspielraum. Denn die Gewerbesteuer
ist die maßgebliche Einnahmequelle der Stadt Dreieich,
um ihre Aufgaben zu erfüllen. Deshalb halten wir
folgende Zielsetzungen und Aufgabenschwerpunkte für
wichtig, damit die Stadt Dreieich weiter ein attraktiver
Standort für Unternehmen bleibt und sich weiterentwickelt.
Dazu gehört:
Standortvorteile
noch deutlicher darstellen (z.B. gute Lage im Rhein-Main-Gebiet,
optimale Anbindung an überregionale Autobahnen
[A3/A5/A661], Nähe zum Rhein-Main-Flughafen, vielfältiges
kulturelles Programm, moderne Schulen).
Qualitätsverbesserung
für vorhandene Gewerbeflächen in Abstimmung
mit Eigentümer/-innen und Investor/-innen mit Einbindung
von Fördermitteln.
Stärkung
der Wirtschaftsförderung (www.dreieich.de
/ Wirtschaft & Stadtentwicklung) durch Stadtmarketing.
Verstärkte
Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung im
Landkreis Offenbach
(www.kreis-offenbach.de
/ Unsere Themen / Wirtschaft / Wirtschaftsförderung).
Anstelle
von neuen Gewerbegebieten Leerstände von Büro-
und Lagerflächen weiter reduzieren.
Stadtwerke
(www.stadtwerke-dreieich.de)
durch Verbundstruktur/Kooperation zukunftssicher machen.
Schrittweise
Umsetzung des Einzelhandelskonzeptes. In den Innenstädten
muss die Nahversorgung mit Waren und Dienstleistungen
erhalten bleiben und – wo möglich –
ausgebaut werden.
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Wir
bleiben dabei: Die SPD steht zu ihren Zielen
in der Sozialpolitik. |
| Versprochen (2005) |
Gehalten (2010) |
| Keine größere
Gruppenstärke in den Kitas, mehr
Erzieher/-innen |
Gehalten |
| Ganztagsbetreuung an den
Schulen |
Förderung und Unterstützung
(z.B. an der Erich-Kästner- [www.eks-dreieich.de],
Karl-Nahrgang- [www.karl-nahrgang-schule.de]
und Wingertschule [www.wingertschule-dreieich.de]) |
| Neuorganisation und qualitative
Verbesserung von städtischen Angeboten |
z.B. BIK-Haus (ehemaliges
Jugendzentrum Dreieichenhain, www.bikhaus.de),
Sprendlinger Norden (www.forum-sprendlingen-nord.org) |
| Lebensqualität im
Alter sichern |
Umsetzungsprojekte wie
z.B. „Alle unter einem Dach“
(Dreieich), Quartiersprojekte (Sprendlingen)
oder „Stadtteil-AG“ (Götzenhain,
www.goetzenhain.de/erhalten_und_gestalten) |
| Sprachkurse für Mütter
und Kinder an Kitas |
Fortgesetzt |
| Schulsozialarbeit |
Ausgebaut |
| Hausaufgabenbetreuung |
Ausgebaut |
| Integrationsbüro |
Ausgebaut |
| Bedingungen der Stadtteilbüchereien
verbessern |
z.B. Schul- und Stadtteilbüchereien
an der Karl-Nahrgang-, Weibelfeld- (www.weibelfeldschule.de)
und Wingertschule |
| Trainingsmöglichkeiten
für Vereine verbessern |
z.B. Drei-Felder-Sporthalle
an der Heinrich-Heine-Schule (www.heinrich-heine-schule.de)
sowie Kunstrasenplätze Sprendlingen
und Offenthal |
| Sanierung/Modernisierung
des Parkschwimmbads |
Umgesetzt |
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Soziales
Zusammenleben
Trotz der beschränkten finanziellen Rahmenbedingungen
bleibt die Sozialpolitik der SPD in Dreieich ausgewogen
und zukunftsorientiert, bei gleichbleibend hoher Qualität.
Wir setzen uns ein für eine Stadt, in der sich alle
Bürger/-innen wohl fühlen, egal wie alt sie
sind, welches Geschlecht sie haben und wo sie herkommen.
Priorität haben für uns präventive Angebote.
Das, was über Jahre geschaffen wurde, wollen wir
erhalten oder bedarfsgerecht anpassen.
Ganz besonders liegt uns am Herzen, dass alle Kinder gleiche
Bildungschancen haben und sich Familie und Beruf vereinbaren
lassen. Auch aus diesem Grunde wollen wir für Dreieich
Ganztagsschulen mit kostenloser Hausaufgabenhilfe und
einem Angebot für gesundes und für alle bezahlbares
Mittagessen. Wir fordern daher vom Land Hessen als Schulträger,
sich endlich seiner Verantwortung zu stellen und die Schulen
als „echte“ Ganztagsschulen auszustatten.
Nur dann kann die Stadt Dreieich dadurch freiwerdende
personelle Kapazitäten und finanzielle Mittel im
Betreuungsbereich für dringend notwendige Angebote
in den „Tagesrandzeiten“ (also vor Kita-/Schulbeginn
und nach Kita-/Schulende) und für die Betreuung von
unter Dreijährigen nutzen. Solange aber das Land
Hessen nicht bereit ist, dies zu gewährleisten, sondern
zugesagte Mittel im Gegenteil sogar kürzt, kann die
Stadt Dreieich ihre knappen finanziellen Mittel „nur“
für die Nachmittagsbetreuung einsetzen. Darüber
hinausgehende Möglichkeiten hat die Stadt nicht.
Die Kinder- und Jugendarbeit in Dreieich findet in enger
Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen statt. Für
die Kinder zwischen 10 und 15 Jahren müssen in den
fünf Stadtteilen gleich gute Möglichkeiten an
Freizeitaktivitäten bestehen. Die erfolgreiche Unterstützung
durch die Stadt Dreieich beim Übergang von der Schule
in den Beruf wollen wir fortsetzen.
Um Kindern und Jugendlichen aus finanziell oder sozial
schwachen Familien die Möglichkeit zur Teilnahme
an gemeinschaftlichen Freizeitaktivitäten zu geben,
wollen wir für diese kostenlose bzw. ermäßigte
Angebote einführen.
Auch für ältere und hochbetagte Mitbürger/-innen
soll die Lebensqualität in der Stadt Dreieich erhalten
und – wo möglich – verbessert werden.
Projekte wie Mehrgenerationenhäuser und altersgerechtes
Wohnen haben wir bereits erfolgreich umgesetzt oder sollen
bei künftigen Planungen berücksichtigt werden.
Das werden wir fortsetzen und dabei die Betroffenen aktiv
einbinden. Ziel ist es, das selbstbestimmte und selbstständige
Leben zu Hause so lange wie möglich zu erhalten.
Große Bedeutung haben für uns dabei die Angebote
für pflege- und betreuungsbedürftige Seniorinnen
und Senioren sowie deren Angehörige. Hier werden
wir die ambulanten Angebote und deren Koordinierung in
den Stadtteilen weiter stärken.
Im Bereich der Integration von Migrant/-innen wollen wir
die bereits vorhandenen Angebote fortführen. Gleichzeitig
werben wir für mehr Akzeptanz und Toleranz in allen
Bereichen des Zusammenlebens. Als ein Beispiel dafür
kann das „Internationale Sommerfest“ genannt
werden, welches vom Integrationsbüro der Stadt Dreieich
(www.dreieich.de
/ Stadt & Bürgerservice / Dreieich für …
/ Migrantinnen/Migranten) veranstaltet wird.
Kulturangebote und Vereinswesen
Das reichhaltige kulturelle Angebot der Bürgerhäuser
Dreieich (www.buergerhaeuser-dreieich.de),
der Stadtteilbüchereien (www.stadtbuecherei-dreieich.de)
sowie der Vereine wird für uns weiterhin seinen hohen
Stellenwert behalten. Kulturangebote vor Ort sind eine
Bereicherung des Alltags, fördern Gemeinschaft und
Integration. Wir stehen dazu, dass trotz schwieriger Finanzsituation
der Kern des kulturellen Angebots weiter erhalten wird.
Besonderes Augenmerk werden wir darauf richten, den Jugendlichen
unter deren Mitwirkung und gemeinsam mit Vereinen interessante
Angebote zu machen. Zur Förderung der Musikszene
in Dreieich streben wir den Erhalt von Proberäumen
für Jugendbands an.
Wir werden die Arbeit der Vereine in der Stadt Dreieich
weiterhin partnerschaftlich unterstützen. Die Leistung
der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist eine
unverzichtbare Säule des Gemeinwesens – sei
es in den Hilfsorganisationen, in den Vereinen oder in
den sozial engagierten Gruppen. Wir werden die Vereine
bestärken, mit Unterstützung der Stadt noch
mehr Eigenverantwortung zu übernehmen, z.B. bei der
Betreuung und Pflege von Sportflächen.
Um die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Vereinen
und auch der Stadt Dreieich auszubauen, werden wir uns
für die Einrichtung eines „runden Tisches“
für Vertreter/-innen aus Vereinen, Politik und Stadtverwaltung
stark machen. Ziel wird es u.a. sein, Synergien zu nutzen,
um Kosten zu sparen (z.B. bei Räumlichkeiten oder
Anschaffungen). In diesem Rahmen kann eine „Ehrenamtsbörse“,
also eine Plattform zur Kombination von Angebot und Nachfrage,
eingerichtet werden. |
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Wir
bleiben dabei: Die SPD steht zu ihren Zielen
bei der Verbesserung der Infrastruktur.
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| Versprochen (2005) |
Gehalten (2010) |
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Verkehr
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| Anbindung der Querspange
Nord an die Frankfurter Straße |
Komplett erstellt |
| Bau der Umgehungsstraße
Offenthal |
Bau im Jahr 2010 begonnen
(leider unterbrochen) |
| Keine Südumfahrung
Buchschlag/Sprendlingen |
Mittlerweile Beschlusslage
der Stadtverordnetenversammlung |
| Radweg von Sprendlingen
zum Waldfriedhof |
Weitgehend erstellt |
Wohnungsbau |
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| Neubaugebiet „Nördlich
der Albert-Schweitzer-Straße“ |
Bebauungsplan in Arbeit |
| Neubaugebiet „Heckenborn“ |
Bebauungsplan in Arbeit |
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Wohnen und Arbeiten
Die kommunale Wohnungspolitik repräsentiert ein
Kernelement der Daseinsvorsorge. Daher ist eine weitere
Bereitstellung von Wohnraum und der dazugehörigen
Wohninfrastruktur notwendig. Flächensparende Bauweisen
sind verstärkt anzustreben. Vorhandene Baulücken
sind zu schließen, Brachen und leerstehende Gebäude
auch durch Umnutzung wieder nutzbar zu machen. Die Randbebauung
der Hegelstraße stellt eine weitere Möglichkeit
für neue Wohnungen dar. Jedoch sprechen wir uns
gegen das Wohngebiet „Mauerloch“ aus.
Familiengerechtes, bezahlbares und ökologisches
Wohnen sowie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus
sind uns wichtig. Projekte wie „Barrierefreies
Wohnen“, „Mehrgenerationenhaus“, „Unter
einem Dach“ und „Wohnen im Alter“
sollen gefördert werden, da sie vorausschauend
sind und auf Nachbarschaftshilfe setzen.
Aufgabe der Stadtentwicklung ist es, die weichen Standortfaktoren
zu pflegen sowie Funktionsschwächen und bauliche
Mängel zu beseitigen. Die örtliche Nahversorgung
muss in allen Stadtteilen erhalten und – wo möglich
– wieder ausgebaut werden. Dies ist wesentlicher
Bestandteil einer alters- und behindertengerechten Infrastruktur.
Neue Gewerbegebiete sollen nur noch bei konkretem Bedarf
ausgewiesen werden. Das Projekt „Gewerbegebiet
Rostadt“ wird nicht weiter verfolgt.
Verkehr
Wir fokussieren uns auf die Entlastung der Dreieicher
Kernbereiche. Weitere Umgehungsstraßen sind nicht
nötig. Durch Maßnahmen der flächenhaften
Verkehrsberuhigung und -vermeidung wollen wir in den
nächsten Jahren Akzente setzen. Hierzu zählen
alle verkehrlichen Möglichkeiten im Straßenraum,
die zur Lärmminderung durch gleichmäßige
Fahrweisen und damit auch zur Reduzierung der Abgas-
und Lärmemissionen in der Stadt beitragen. Bei
künftigen Straßenbauprojekten wollen wir
– wo möglich und sinnvoll – den Einsatz
von „Flüsterasphalt“.
Dabei können alle Verkehrsteilnehmer/-innen –
ob Autofahrer/-in, Radfahrer/-in oder Fußgänger/-in
– gleichberechtigt die städtische Infrastruktur
nutzen. Das Augenmerk richten wir auf sichere Schul-
und Radwege. Weitere Einschränkungen mit Durchfahrtsverboten
für schwere Lkw sowie die Entflechtung von Ziel-
und Durchgangsverkehr sind Schwerpunkte unserer Initiativen.
Für die Kernbereiche der Stadtteile wollen wir
generell Tempo 30 einrichten und nur in Bereichen ohne
großes Störpotenzial Tempo 50 zulassen. Zur
Beseitigung der unübersichtlichen Verkehrssituation
wollen wir in Dreieichenhain zunächst versuchsweise
einen mobilen Kreisel An der Trift/Waldstraße/Koberstädter
Straße installieren.
Das vorhandene Radverkehrsnetz werden wir optimieren,
z.B. durch Radwege zwischen Götzenhain und Neu-Isenburg
sowie zwischen Offenthal und Langen. Um den umweltschonenden
Berufsverkehr interessanter zu machen und gleichzeitig
Diebstahl und Vandalismus einzudämmen, wollen wir
weitere abschließbare Fahrradboxen an den Bahnhöfen.
Die Parkplatzflächen in Sprendlingen sollen erweitert
werden. Eine Option ist die Einrichtung eines Park-and-Ride-Platzes
am Sprendlinger Bahnhof, wozu wir Gespräche mit
der Bahn aufnehmen werden. Priorität hat jedoch
der Ausbau des Parkplatzes am Bahnhof Buchschlag.
Wir fordern rechtzeitig zur Eröffnung der Offenthaler
Umgehungsstraße einen Rückbau der Mainzer
und Dieburger Straße zur Vermeidung von Schleichverkehr
durch Offenthal.
Der Erhalt der vorhandenen und umfangreichen Straßennetze
ist eine Aufgabe, die nur von der Allgemeinheit der
Dreieicher/-innen geschultert werden kann. Wir sprechen
uns jedoch gegen die Einführung einer Straßenbeitragssatzung
aus, die Einzelne unverhältnismäßig
belastet. Wir setzen uns ein für eine gerechte
Verteilung der Kosten auf alle Bürgerinnen und
Bürger.
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Stichwort:
Straßenbeitragssatzung
Auf Initiative der SPD hat die Stadtverordnetenversammlung
beschlossen, die Einführung einer Straßenbeitragssatzung
zur Finanzierung von Straßensanierungen abzulehnen.
Die Stadt Dreieich fordert die Hessische Landesregierung
und den Hessischen Landtag außerdem auf, die
Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich
die Kommunen die Mittel zur Finanzierung von Straßengrundsanierungen
in eigener Verantwortung beschaffen können.
Eine Finanzierung über Anliegerbeiträge
würde zu Ungerechtigkeit führen, da Straßen
in aller Regel von der Allgemeinheit und nicht nur
von Anlieger/-innen genutzt werden. So wären
z.B. die Anlieger/-innen, deren Straße unmittelbar
nach Einführung einer solchen Satzung saniert
würde, im Vergleich zu den Anlieger/-innen
der letzten vor Erlass der Satzung grundsanierten
Straße massiv benachteiligt. Außerdem
wären Streitigkeiten um die Einteilung von
Straßen und damit um die Höhe des Anliegeranteils
vorprogrammiert. Insbesondere ist ein Problem einer
Straßenbeitragssatzung im herkömmlichen
Sinne, dass es zu unerträglich hohen Beitragsbescheiden
von teilweise weit über 10.000 Euro kommen
kann.
Deshalb muss die Straßensanierung als öffentliche
Aufgabe von allen Bürger/-innen finanziert
werden. |
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Natur
und Umwelt
Eine nachhaltige Politik konzentriert sich vor allem auf
die Vorsorge. Kommunalpolitik kann einen wichtigen Beitrag
zum vorbeugenden Umweltschutz leisten. Wir unterstützen
die Konzepte und Strategien für CO2-freie Städte
und Gemeinden der Zukunft.
Dazu gehören der Ausbau eigener Anlagen und die Beteiligungen
an Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. In Bebauungsplänen
sollen Richtlinien zum Natur- und Umweltschutz festgeschrieben
werden.
Durch den Ausbau der „Regionaltangente West“
bis Dieburg soll eine Optimierung des öffentlichen
Schienen-Personennahverkehrs zu Gunsten des Umweltschutzes
erreicht werden. Die Natur soll ihr Revier
teilweise zurück erhalten durch: mehr
„Grün“, dazu zählen Dach- und Fassadenbegrünung.
artgerechte
Bepflanzung, z.B. standortgerechter Bäume. die
Renaturierung von Bächen (z.B. Fritzenwiesengraben
und Hengstbach). die
Einrichtung eines Wald-/Naturlehrpfades. optische
Aufwertung der Innenstädte durch weitere Bepflanzung,
auch unter Beteiligung der Bürger/-innen.
Energie und Abfallwirtschaft
Die Renovierungen und Sanierungen von städtischen
Liegenschaften erfolgen nach unserer Vorstellung unter
besonderer Berücksichtigung von Energieeinsparungen
und der Nutzung regenerativer Energiequellen. Dies schafft
dem ortsansässigen Handwerk und den Dienstleistungsbereichen
Aufträge und sichert Arbeitsplätze.
Die Stadt erstellt Neubauten als Passivhäuser und
nutzt bei der Stadt- und Bauplanung in Zukunft erneuerbare
Energien.
Die Beschaffung von umweltfreundlichen städtischen
Kfz mit Elektro- und/oder Gasantrieb und/oder niedrigem
CO2-Ausstoß wollen wir ebenso umsetzen wie die Installation
von Solaranlagen auf städtischen Dachflächen.
Hierbei soll die neue „Bürger Energiegenossenschaft“
(www.buerger-energiegenossenschaft.de)
unterstützt werden.
Die kommunalen Stromnetze sollen zu einem „intelligenten“
Netz umgebaut werden, welches die Aufnahme und Verteilung
erneuerbarer Energien erleichtert. Die Erzeugung erneuerbarer
Energien im Bereich der Wasser- und Abfallwirtschaft wollen
wir fördern (z.B. die energetische Nutzung von Klärgasen,
Klärschlämmen, landwirtschaftlicher Biomasse
und Erdwärme).
Wir unterstützen das neue „Energienetzwerk
Dreieich“ (www.energienetzwerk-dreieich.de)
bei seinen Leistungen für Bürgerinnen und Bürger
sowie Unternehmen und Politik. |
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