| An die
Frau Stadtverordnetenvorsteherin
Betr.: Bündnis für
eine Soziale Stadt Hessen
Die SPD-Fraktion beantragt, die Stadtverordnetenversammlung
möge beschließen:

Die Stadt Dreieich tritt dem „Bündnis
für eine Soziale Stadt Hessen“ bei.
Begründung:

Die Stadt Dreieich ist seit 2007 mit dem Gebiet
„Hirschsprung/Breitensee“ im Sprendlinger
Norden in das Programm „Soziale Stadt“
aufgenommen. Das Programm „Soziale Stadt“
mobilisiert Menschen und Ressourcen für eine
positive Quartiersentwicklung und fördert
das Zusammenwirken der verschiedenen Ressorts
und Politikbereiche sowie der Akteure aus Zivilgesellschaft
und Ökonomie im Interesse der Bürgerinnen
und Bürger im konkreten Quartier vor Ort.

Die in Dreieich bislang gemachten Erfahrungen
bestätigen diese Ziele. Die mittlerweile
vorliegende Machbarkeitsstudie für ein Stadtteilzentrum
im Sprendlinger Norden zeigt, wie sinnvoll und
wünschenswert eine solche Einrichtung für
den Sprendlinger Norden wäre. Zugleich wird
aber auch deutlich, dass ohne die in Aussicht
gestellte Förderung von 473.000 € Förderung
aus dem Programm „Soziale Stadt“ sowie
300.000 € aus der KITA-Förderung (U-3-Betreuung)
das Projekt nicht finanzierbar ist.

Die für das Jahr 2011 von der Regierungskoalition
in Berlin beschlossene radikale Kürzung des
Programms „Soziale Stadt“ beseitigt
dessen bedeutungsvollen strategischen Ansatz.
Kernanliegen und Erfolgsgarantie des Programms,
nämlich die Verknüpfung baulich-investiver
und sozialer Maßnahmen, werden nicht mehr
zugelassen. Das bedeutet faktisch das Aus für
das „Soziale“ im Programm „Soziale
Stadt“.

Daher schließen wir uns der Aktion „Bündnis
für eine Soziale Stadt in Hessen“ an.
Auch unsere Nachbarstädte Langen und Dietzenbach
haben sich diesem Bündnis angeschlossen und
spielen dort eine aktive Rolle.

Wir fordern alle, die sich für sozialen Frieden
und solidarischen Zusammenhalt in den Wohn- und
Stadtquartieren Deutschlands engagieren, zur Fortsetzung
der erfolgreichen integrierten Stadtentwicklungspolitik
auf der Grundlage der Städtebauförderung
auf: Das Programm „Soziale Stadt“
dient der Sicherung der sozialen Stabilität
in unseren Städten!

gez. Rainer Jakobi
Fraktionsvorsitzender
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